CAMEL
Hinter dem Akronym CAMEL verbirgt sich eines der wichtigsten Kriterien der US-Bankenaufsicht. Oft wird statt des CAMEL-Ausdrucks auch der Plural CAMELS verwendet. Besonders wichtig ist CAMEL auch in Verbindung mit einem Bankengesetz, welches unter dem Namen Gramm-Leach-Bliley-Gesetz bekannt ist.
Die einzelnen Buchstaben des Akronyms bezeichnen hierbei folgende Wörter: C steht natürlich stellvertretend für Capital und meint das Eigenkapital einer Bank. A steht für Asset Quality und meint die Überprüfung der Vermögenswerte, M oder auch Management Soundness, bewertet die Zuverlässigkeit des Managements, E (Earnings and Profitability) untersuchen die Ertragslage der Bank. L bezieht sich hauptsächlich auf die Liquidität des Bank und S wirft den Fokus auf die Kontrolle des Marktrisikos. Aufgrund dieser Grundlagen werden Risikoratings in den USA erstellt, welche damit auch die Eigenkapitalausstattung der US-Banken beeinflussen. Dies geschieht, indem man für jeden CAMEL Bereich Noten vergibt, die einen enormen Einfluss besitzen.