Gefährdungsanalyse
In der modernen Zeit liegt dieser Begriff in unmittelbarer Nähe zur Geldwäsche.
Der Gefährdungsanaylse liegt zunächst jedoch die Bedeutung zu Grunde, dass mittels analytischer Methoden mögliche Schwachstellen innerhalb eines Systems aufgedeckt werden sollen. In der Wirtschaft jedoch wird der Begriff durch die englische Definition „Analysis of Money Laundering Hazard“ umschrieben und dargestellt.
Im Grunde geht es darum Kosten zu vermeiden, welche durch Fehlkalkulationen und zu hohe Risiken, beispielsweise bei Termingeschäften oder der Vergabe von Krediten entstehen können. Die Gefährdungsanalyse kann beispielsweise auch helfen, einer möglichen Geldwäsche durch Terroristen vorzubeugen. An den meisten Geldinstituten sind mittlerweile interdisziplinäre Teams im Einsatz, welche potenzielle Schwachstellen und Fehlerursachen im Vorfeld erkennen sollen und diesen gegebenenfalls entgegenwirken. In einem so genannten Ursache-Wirkungs-Diagramm zeigen die Teams innerhalb eines Institutes auf, welche Maßnahmen es gibt, um Fehler zu vermeiden. Am 21. August 2008 trat das Geldwäschebekämpfungsgesetz in Kraft, welches die Banken veranlasste, eine höhere Sorgfalt in ihrer Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche und, damit verbunden, der Terrorismusfinanzierung walten zu lassen.