Gesundheitsprüfung
Vor Abschluss einer Versicherung wird von den meisten Versicherungsgesellschaften eine Gesundheitsprüfung verlangt. Bei einer Gesundheitsprüfung stellt ein Versicherungsunternehmen den Gesundheitszustand eines potentiellen Kunden fest. Danach wird entschieden, ob oder unter welchen Bedingungen es zu einem Vertragsabschluss kommt. Meist gibt es Gesundheitsprüfungen im Bereich der Krankenversicherung, der Riskoversicherung und der Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Gesundheitsfragen werden bereits mit dem Antragsformular vorgelegt. Der zukünftige Versicherungsnehmer ist verpflichtet, diese Fragen vollständig und wahrheitsgemäß zu beantworten. Bei Rückfragen zu einzelnen Erkrankungen oder Vorgeschichten können einzelne Punkte im Nachgang erfragt werden. Des Weiteren kann vereinbart werden, dass der Hausarzt von der Schweigepflicht gegenüber der Versicherung entbunden wird. In diesem Fall kann das Unternehmen die Angaben direkt vom Arzt anfordern. Die meisten Anbieter fragen nach Erkrankungen und operativen Eingriffen in den letzten 10 Jahren. Im Regelfall geht der Versicherungsvermittler die Fragen mit dem Kunden durch und protokolliert die Antworten. Eine vergessene Erkrankung oder absichtlich verschwiegene Vorbelastungen gefährden den Versicherungsschutz. Je nach Gesundheitszustand hat der Versicherer verschiedene Möglichkeiten. Ohne schwerwiegende Fakten wird der Vertrag ohne Einschränkungen angenommen, ansonsten kann es zu einer Beitragserhöhung, zu einem Ausschluss verschiedener Erkrankungen oder zur kompletten Ablehnung kommen.