Hammelgeld
Hammelgeld ist eine Bezeichnung aus früheren Zeiten für einen Betrag, den Schafbesitzer in Deutschland entrichten mussten, die ihre Tiere auf dem Besitz von Adligen weiden ließen. Die Abgabe umfasste zunächst nur die Waren aus landwirtschaftlicher Produktion.
Das Hammeldgeld wurde immer mehr ausgeweitet, sodass sich letztlich sogar das Gericht der Reichskammer damit befassen musste. Die Haltung von Schafen war in vielen deutschen Regionen in wirtschaftlicher Hinsicht bedeutend. Die Erhebung von Hammelgeld wirkte sich hinderlich auf die Tierhaltung und auch auf das Textilgewerbe aus. Die Schafhalter waren am stärksten betroffen, denn auf die Landbevölkerung kamen außer diesen Abgaben noch viele weitere Zahlungen zu.