Lebensversicherungspolicenhandel
Unter dem Lebensversicherungspolicenhandel ist die Tatsache zu verstehen, dass Finanzunternehmen Lebensversicherungen von Privatpersonen aufkaufen. Die Finanzunternehmen fügen die Lebensversicherungen meist in Fonds ein oder beleihen sie. Der Versicherungsschutz und auch die Altersvorsorge bleiben unangetastet.
Sein Geld in eine Police anzulegen ist in Deutschland nur im Investmentbanking möglich. Die Unternehmen, welche in den Lebensversicherungspolicenhandel involviert sind, werden von der Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht. Zum Vertrieb der Policen benötigt man eine spezielle Erlaubnis. 3 Parteien profitieren vom Policenhandel: Der Verkäufer erhält einen höheren Preis, als der Rückkaufswert betragen würde. Der Käufer zahlt weniger, als die Police
wert ist und die Versicherer hat weiterhin eine aufrechterhaltene Lebensversicherung. In den USA wird der Lebensversicherungspolicenhandel vorwiegend mit Policen betrieben, welche die Leistung nur im Todesfall erbringen. Erträge werden somit nur nach dem Ableben des Versicherten ausgezahlt.