X-Material
Das X-Material ist ein Bestandteil der XYZ-Analyse. Die XYZ-Analyse ist ein materialwirtschaftliches Verfahren aus der Betriebswirtschaftlehre. Dabei werden empirische Erfahrungen herangezogen, welche Ergebnisse von Stücklistenauflösungen oder Ermittlungen von schwankungskoeffizienten Gütern in Relevanz zu ihrer Umsatzregelmäßigkeit zuordnen. Das X-Material ist dabei ein Artikel, der in feststellbarer Regelmäßigkeit und in einer ungefähr konstanten Stückzahl abgesetzt wird. Das X-Material ist somit das Gegenteil zum Z-Material, welches die Artikel bezeichnet, die sich nur unregelmäßig und in schwankenden Zahlen verkaufen lässt. Der Verkauf von Z-Material ist also stochastisch.
Das kann man auch anschaulich an der RSU-Analyse sehen, ein anderer Name für die XYZ-Analyse. Hierbei steht das R für das X-Material und bedeutet regelmäßig, das U bedeutet unregelmäßig und symbolisiert das Z-Material in der XYZ-Analyse. Das Y und das S in beiden Analysen steht für saisonale Artikel, die trendförmig verkauft werden, also starken Schwankungen unterworfen sind, allerdings trendmäßig oder saisonal wiederkehren. Als Beispiel für X-Material lassen sich z.B. Glühbirnen anführen, denn an diesen besteht unabhängig von Trend oder Saison Bedarf. Unregelmäßig, also dem Z-Material angehörig, verkaufen sich beispielsweise Ersatzteile. Bei der Lagerplanung, der Kalkulation und dem Material Requirement Planning kommt die XYZ-Analyse zum Einsatz. Verbunden wird sie dabei häufig mit der ABC-Analyse, was sich dann insgesamt als ABC/XYZ-Analyse darstellt.